Erfahrungsbericht einer Betroffenen

Im Folgenden schildert eine Betroffene ihre Erfahrungen mit der Behandlung von Besenreisern:

“Mit 14 ging es los: Rote und blaue Äderchen, die auf meiner blassen Haut unangenehm auffielen. Und das auch noch ausgerechnet an den Außenseiten meiner Schienbeine, wo sie schon von weithin sichtbar waren.

“Ich schämte mich zu sehr, um Röcke, Kleider und kurze Hosen anziehen.”

Mit 15 hatten sich aus den feinen, vereinzelten Äderchen ganze Besenreiser-Kolonien entwickelt. Große Flächen unterhalb der Knie waren von blauen Verästelungen durchzogen. Ich schämte mich zu sehr, um Röcke, Kleider und kurze Hosen anziehen. Lieber schwitzte ich im Hochsommer in langen Hosen, als meine Besenreiserbeine zu zeigen. Schwimmbad und Strand? Der Horror! Wenn ich auf Schulausflügen keine Ausrede hatte, wickelte ich mir ein Handtuch um die Beine und beeilte mich ins Wasser zu kommen. In der Garderobe vor und nachdem Schulsport versteckte ich mich so gut es ging.

Trotzdem fühlte ich mich wegen meiner Beine, die Jahrzehnte älter aussahen als der Rest, ständig beobachtet und abgewertet. Und der Anblick wurde immer schlimmer. Das alles trotz regelmäßigem Sport, schlanker Linie und gesunder Ernährung, obwohl ich weder rauchte noch Alkohol trank, keine hohen Schuhe trug und noch nicht einmal die Beine übereinanderschlug.

“Irgendwann reichte es mir und ich traute mich,
mit meinem Problem zum Arzt zu gehen.”

1. Versuch: Laserbehandlung

Bei Besenreisern und Angst vor Spritzen blieb mir damals nur die Laserbehandlung, die schon fast utopisch klang. Laser kannte ich zu diesem Zeitpunkt nur aus Filmen und die Hautärztin war leider auch nicht sonderlich darum bemüht, die Funktionsweise zu erklären.

Versprechungen ohne Erfolg

Nach vielen Versprechungen, dass die Besenreiser schmerzlos verschwinden, gab es zwei herbe Enttäuschungen. Zum einen waren die Schmerzen zwar auszuhalten, von schmerzlos war die Behandlung dennoch weit entfernt. Zum anderen – und weitaus schlimmer – auch Wochen nach der Lasertherapie war keine Besserung in Sicht. Die Besenreiser verblassten noch nicht einmal im Geringsten. Erst später erfuhr ich durch einen anderen Arzt, dass meine Besenreiser an vielen Stellen bereits zu stark ausgebildet waren, um für eine damalige Laserbehandlung infrage zu kommen.

2. Versuch: Cremes, Gels und Salben

Auf der Suche nach Alternativen stieß ich auf Einreibemittel, die speziell gegen Besenreiser und Krampfadern wirken sollten. Immerhin funktionieren diese ebenfalls ohne Einstiche und ich dachte, sie wären vermutlich keine größere Geldverschwendung als der Laser.

Leichte Verblassung der Besenreiser durch Produkte mit Rosskastanienextrakt

Eine leichte Besserung. Vor allem Produkte gegen schwere Beine und solche, die Rosskastanienextrakt enthielten, zeigten Wirkung. Die Besenreiser verblassten, wirklich unauffällig wurden sie jedoch nicht. Wenigstens kamen keine Neuen hinzu. Dieser Effekt hielt leider nur während der Zeit an, in der ich täglich cremte und massierte. Ein paar Tage auszusetzen führte direkt zum Ausgangszustand zurück.

3. Versuch: Verödung / Sklerotherapie

Trotz Angst vor Nadeln begab ich mich Jahre später dann doch unter die Kanüle. Der Leidensdruck durch die Besenreiser war schlicht zu groß geworden.

Großer Erfolg durch kleine Piekser

Während der ersten Sitzung wurden die schlimmsten Besenreiser an beiden Beinen behandelt. Die Therapie bestand aus zahlreichen Injektionen, deren Schmerzen ich überschätzt hatte. Angenehm war die Prozedur natürlich nicht, manche Einstiche spürte ich aber nicht einmal. Und die Resultate machten die kleinen Pikser allemal wett. Nach nur einer Sitzung und etwas mehr als einer Woche Wartezeit waren alle behandelten Besenreiser verschwunden. Nicht einfach nur blasser oder feiner sondern tatsächlich weg. Die größeren Reiser hatten sich aufgelöst. Rund um diese waren aber immer noch zahlreiche kleine Äderchen zu sehen – ein ebenmäßiges Bild ergab sich also leider immer noch nicht. Auf Empfehlung wagte ich daher einen zweiten Versuch mit der neuen Lasergeneration.

4. Versuch: Nd:YAG-Laser

Zum zweiten Versuch der Laserbehandlung suchte ich ein spezialisiertes Venenzentrum mit neuester Lasertechnik auf. Aufklärung und fachkundige Beratung standen hier im Vordergrund. Keine Versprechungen, die zu gut klangen, um wahr zu sein. Stattdessen eine realistische Einschätzung.

“Zum ersten Mal seit meiner Kindheit hatte ich wieder Beine ohne Besenreiser”

Die Lasertherapie war nahezu schmerzlos und brachte eine deutliche Verbesserung. Bereits nach der ersten Sitzung waren alle behandelten Besenreiser entweder verschwunden oder zumindest stark verblasst. Eine Sitzung später hatte ich zum ersten Mal seit meiner Kindheit wieder Beine ohne Besenreiser.

Selbst die besten Methoden sind nicht für die Ewigkeit

Nach Verödung und Laserbehandlung cremte und massierte ich wieder, trieb weiter Sport und zwang mich sogar zu Wechselduschen. Und hatte dadurch für eine ganze Weile Ruhe vor den lästigen Besenreisern, auch wenn es einige Selbstdisziplin und Zeit kostet.

“Nach etwa einem Jahr tauchten die ersten feinen Äderchen aber doch wieder auf.”

Die Zeit zur nächsten Runde Sklerotherapie und Laser überbrücke ich mittlerweile mit bräunendem Spray für die Beine. Das kaschiert kleine Auffälligkeiten und streckt die behandlungsfreie Dauer. So schlimm wie vor den Injektionen und Lichtimpulsen ist es seither nicht mehr geworden – Röcke und kurze Hosen gehören wieder dazu. Und auch der Strand ist kein Ort des Horrors mehr.

Meine Empfehlung an Mitleidende

Ruhig mehrere Ärzte und Methoden testen. Anfangs wurde ich wirklich schlecht beraten. Einige Ärzte schienen mehr daran interessiert, die Schuld für die Besenreiser bei mir zu finden – oder mir einzureden, dass ich daran gar nichts ändern könnte – als mir zu helfen. Mit dem richtigen Arzt und Venenzentrum wendete sich das Blatt aber schlagartig zum Besseren.“

Weitere Informationen über die verschiedenen Behandlungsmethoden von Besenreisern finden Sie unter dem Menüpunkt Behandeln & Vorbeugen.

 

Aktualität

Stand:19.08.2013