Entzündungen durch Besenreiser

Besenreiser sind vor allem ein ästhetisches Problem. Viele Menschen verzichten im Sommer auf Röcke und Shorts, weil die Beine durch die lila-blauen verfärbten sichtbaren Adern nicht mehr makellos erscheinen. Dabei liegt das Problem nicht nur im ästhetischen Bereich. Mit der Zeit können sich die Adern auch entzünden.

Wer täglich viele Stunden steht oder stundenlang am Schreibtisch hockt ist prädestiniert für Besenreiser und Krampfadern. Aber auch Gewichtszunahme, die hormonelle Situation, das Alter und die genetische Veranlagung bilden Risikofaktoren Besenreiser zu entwickeln.

Herzfunktion

Das Herz pumpt das Blut aus den Beinen hoch zum Herzen. Dabei wird die Funktion durch die Venen mit ihren Venenklappen und der Beinmuskulatur unterstützt. Die Venenklappen schließen sich nach jedem Blutschwall und verhindern so einen Rücklauf. Wie jeder Muskel auch, braucht auch diese Muskelpumpe Training. Beim Laufen und unter Bewegung wird die Muskelkraft gestärkt. Wer viel sitzt oder einfach steht fördert die Verkümmerung.

Chronisches Leiden

Chronische Venenleiden haben sich inzwischen zu einer wahren Volkkrankheit gemausert. Bereits heute leidet jeder 6. Mann und jede 5. Frau in Deutschland an Krampfadern und Co. Davon sind auch etwa zwei Dritte der Altersstufe der 20- bis 29-Jährigen betroffen.

Wer häufig unter schwere oder angeschwollen Beine bzw. Knöchel klagt kann bereits unter den ersten Erkrankungsanzeichen leiden. Besenreiser sind die kleinen und oberflächlich angesiedelten Krampfadern. Sie stellen eher ein kosmetisches Problem dar. Allerdings können sich diese im weiteren Verlauf zu dicken Krampfadern entwickeln.

Blutstau

Krampfadern verursachten einen Blutstau in den Beinen. Dieser Blutstau hat einen enormen Druck zur Folge, der die Flüssigkeit aus den Adern in das umliegende Gewebe presst. Die Unterschenkel und Knöchel schwellen an. Durch diesen andauernden Blutstau lagern sich im Gewebe Eiweiße und Blutpigmente ab. Die Haut verfärbt sich bräunlich.

Im schlimmsten Fall kann das Gewebe verwelken. Aufgrund der Durchblutungsstörung werden Beine und Füße nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Haut wird immer dünner und es bilden sich narbenähnliche, weiße Flecken. Es können sich ebenfalls Infektionen, Ekzeme oder Nagelpilz bilden bis hin zum sog. offenen Bein.  Aufgrund des Sauerstoffmangels stirbt das Gewebe ab. Als Folge können Geschwüre entstehen, die immer größer werden. Eine Ausdehnung über den gesamten Unterschenkel ist möglich.

Symptome

Eine weitere Komplikation können Blutgerinnsel darstellen. Diese verstopfen die Venen und ein reibungsloser Blutfluss kann nicht mehr erfolgen.

Diese Symptome können teilweise unbemerkt auftreten. Die Nerven werden aufgrund der Erkrankung abgestumpft und das Schmerzempfinden lässt drastisch nach. Die Betroffenen bemerken ihre Situation daher oftmals viel zu spät. Bei den ersten Hinweisen sollte deshalb unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.