Besenreiser – Behandeln & Vorbeugen

Die verschiedenen Methoden der Besenreiser-Entfernung

Die Entstehung von Besenreisern lässt sich häufig nicht gänzlich verhindern. Haben sie sich einmal gebildet, heilen sie weder selbstständig ab, noch wird die Erscheinung ohne Eingreifen verbessert. Hinnehmen muss sie dennoch niemand. Denn zur Behandlung und Entfernung stehen gleich mehrere Methoden zur Verfügung.

Die Verödung der Besenreiser

Die Verödung der Besenreiser, auch Sklerotherapie genannt, gehört zu den wirkungsvollsten Behandlungsmethoden und zeigt auch bei bereits stark ausgebildeten Geflechten ein deutlich verbessertes Bild. Allerdings nur, wenn sie fachkundig ausgeführt wird.

Bei der Verödung wird wahlweise eine Lösung, ein Flüssigkeits-Luft-Gemisch oder ein Schaum in die Besenreiser injiziert. Dies geschieht mittels einer besonders feinen Kanüle. Das gewählte Mittel sorgt dafür, dass das in den Besenreisern enthaltene Blut gerinnt, und löst eine Entzündungsreaktion aus. Ist das Blut geronnen, beginnt der Körper damit es abzubauen. Im Zuge dessen verkleben die Innenwände der Blutgefäße miteinander. Die Größe der veränderten Venolen und damit ihre Sichtbarkeit werden reduziert. Als zusätzliche Erhöhung der Erfolgschancen, können die Besenreiser etwa 24 Stunden nach der Injektion vorsichtig geöffnet und das geronnene Blut durch leichten Druck entfernt werden.

Vorteile der Verödung

  • Die Verödung der Besenreiser ist relativ schmerzfrei. Aufgrund der sehr dünnen Kanüle kommt es lediglich, wenn überhaupt, nur zu einem kurzen Schmerz beim Einstich.
  • Die Sklerotherapie ist in den meisten Fällen sehr wirkungsvoll, zwar verschlimmert sich das Erscheinungsbild kurz nach der Behandlung, dieser Zustand hält jedoch nicht an.
  • Die Behandlungsdauer ist sehr kurz. Selbst bei stark ausgeprägten Besenreisern nimmt eine Sitzung im Durchschnitt nur 15 bis 30 Minuten in Anspruch.
  • Die Verödung kann auch bei sehr großen und starken Besenreisern eingesetzt werden.

Mögliche Nachteile der Sklerotherapie

  • Bleibende Pigmentstörungen
  • Vorübergehende Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht
  • Entzündungsreaktionen, die zu neuen Besenreisern führen
  • Empfindungsstörungen
  • Eventuell mehrere Sitzungen nötig

Kosten der Verödung von Besenreisern

Für eine Sitzung werden Kosten in Höhe von 100€ bis 150€ fällig. Je nach Ausprägung der Besenreiser und Erfolg der Behandlung kann eine Sitzung bereits ausreichen. Bei zahlreichen Besenreisern sind jedoch meist mehrere Anwendungen notwendig.

Besenreiser lasern

Laserbehandlung von Besenreisern

Bei der Laserbehandlung von Besenreisern wird Licht mit einer speziell auf den Blutfarbstoff, in der Fachsprache als Hämoglobin bezeichnet, abgestimmten Wellenlänge eingesetzt. Das Licht sorgt dafür, dass das Blut im Inneren der Besenreiser gezielt erhitzt wird und dadurch gerinnt. Beim körpereigenen Abbau des geronnenen Blutes verkleben die inneren Gefäßwände miteinander und werden schließlich ebenfalls vom Körper abgebaut.

Der Prozess der Auflösung gestaltet sich also ähnlich dem Ablauf der Verödung. Die Laserbehandlung erzeugt diesen jedoch, ohne die Haut zu durchdringen oder körperfremde Wirkstoffe einzuführen.

Vorteile des Lasers

  • Die Laserbehandlung ist nur mit wenigen Schmerzen verbunden
  • Die Haut bleibt unverletzt, das Entzündungsrisiko und die damit verbundene Neuentstehung von Besenreisern sind minimal
  • Keine Narbenbildung
  • Anschließendes Tragen von Kompressionsstrümpfen ist unnötig
  • Kurze Behandlungsdauer

Mögliche Nachteile und Komplikationen

  • Nur für kleine, feine Besenreiser geeignet
  • Pigmentverschiebungen
  • Selbst bei kleinen Besenreisern sind meist mehrere Sitzungen notwendig
  • Allergische Reaktionen und Schmerzen sind möglich

Kosten der Lasertherapie bei Besenreisern

Abhängig von der Art des Lasers und der zu behandelnden Fläche, können sich die Kosten für eine derartige Behandlungssitzung zwischen 30€ und 200€ bewegen.

Tipp: Sowohl die Verödung als auch die Laserbehandlung von Besenreisern sollte von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden – bestenfalls in einem spezialisierten Venenzentrum. Im Normalfall verringern sich dadurch die Anzahl der notwendigen Sitzungen und möglichen Nachteile.

Alternative Behandlungsmethoden bei Besenreisern

Die Verödung und Laserbestrahlung werden aufgrund der hohen Erfolgschancen hauptsächlich bei Besenreisern eingesetzt. Neben diesen mittlerweile als Standardverfahren angesehenen Therapien existieren aber auch andere Möglichkeiten der Behandlung.

Cremes, Salben und Pillen – Sanfte Hilfe bei Besenreisern

Eine Förderung der Durchblutung sowie die Stärkung und Verengung der Gefäße kann das Erscheinungsbild vorhandener Besenreiser verbessern und die Entstehung neuer verhindern. Dieser Effekt lässt sich durch verschiedene, natürliche Wirkstoffe erzielen. Dazu zählen Rosskastanie, rotes Weinlaub, Vitamine A, C und K, Wacholder, Phytotonine und ätherische Pflanzenöle. Die Mittel können wahlweise lokal als Cremes, Salben und Ölmischungen oder oral als Pillen angewendet werden.

Homöopathie und Schüssler Salze

Schüssler Salze zur alternativen HeilmethodeHomöopathische Mittel und Schüssler Salze können für eine Vielzahl von Krankheiten angewendet werden und sich auch auf Besenreiser positiv auswirken. Zu diesem Zweck werden die Schüssler Salze Nr. 1, 3, 4, 9 und 11 verwendet. Auf Seiten der Homöopathie haben sich Abrotanum und Kalium chloratum bewährt. Welches Mittel optimal ist, hängt hauptsächlich von individuellen Faktoren ab. Die Konsultation eines Heilpraktikers oder Arztes mit Zusatzqualifikation ist daher für die richtige Wahl unerlässlich.

Vorteile, Nachteile und Kosten der natürlichen Mittel

Die zwei wohl wichtigsten Vorteile natürlicher Mittel liegen in ihrer schonenden Wirkungsweise und den geringen Nebenwirkungen. Weder muss bei ihnen mit Narbenbildung noch Pigmentierungsstörungen gerechnet werden. Und im Gegensatz zu der rein optischen Therapie wirken sie sich auch positiv auf die Entstehung neuer Besenreiser aus. Dadurch ist eine Kombination aus sofort wirksamer Behandlung und alternativen Mitteln nicht nur möglich, sondern ideal. Zudem sind die Kosten im Vergleich zu Laser und Verödung sehr gering.

Die alternativen Methoden haben aber durchaus auch Nachteile. So ist eine regelmäßige und meist langfristige Anwendung nötig, um Ergebnisse zu erzielen und zu erhalten. Die Wirkung ist nicht wissenschaftlich bewiesen und auch nicht statistisch belegt. Selbst eine durchgängige Behandlung garantiert also keine Besserung.

Wer den Erfolg von Laser und Verödungsmittel steigern und zusätzliche vorbeugende Maßnahmen integrieren oder lediglich zarte Besenreiser behandeln möchte, ist mit den natürlichen Wirkstoffen gut beraten. Abrupte Verbesserungen und Wunderheilungen sollten Sie jedoch von keiner Methode erwarten.

Lesen Sie dazu den Erfahrungsbericht einer Betroffenen und ihre Erlebnisse mit den verschieden Behandlungsmethoden.

Krankenkasse zahlt normalerweise nicht die Behandlungskosten von Besenreisern

Besenreiser gelten als rein kosmetisches Problem. Ihre Entfernung wird daher im Allgemeinen nicht von Krankenkassen bezahlt. Ausnahme von der Regel können stark ausgebildete Besenreiser im Gesicht und an anderen Stellen sein, die sich nicht problemlos abdecken lassen. Erzeugen diese sichtbaren Gefäße nachweislich einen hohen Leidensdruck und wirken sich langfristig negativ auf die Psyche aus, übernehmen einige Krankenkassen die Kosten. Auf eine anfängliche Ablehnung sollten Sie sich dennoch gefasst machen. Die Behandlung und Entfernung von Krampfadern wird hingegen in nahezu jedem Fall von der Kasse getragen.

Besenreisern gezielt vorbeugen

Ist die Veranlagung zu Besenreisern genetisch bedingt, kann eine Entstehung selbst mit der größten Vorsicht meist nicht völlig verhindert werden. Auch in diesen Fällen ist es aber möglich, das Ausmaß der sichtbaren Blutgefäße zu begrenzen. Besenreiser, die allein durch eine ungesunde Lebensweise oder ungünstige Angewohnheiten entstehen, bilden sich bei einer Änderung dieser nicht zurück, die Bildung neuer Reiser wird dadurch aber wirkungsvoll vermieden.

Besenreiser-Prävention durch Sport

Regelmäßiges Ausdauertraining, wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen, hat gleich mehrere vorbeugende Einflüsse.

  • Die Durchblutung und Versorgung werden gefördert
  • Die Muskulatur wird gestärkt, Gewebe gestrafft
  • Venen und Venenklappen werden durch die regelmäßige Bewegung entlastet und gekräftigt

Fit im HerbstVor allem Berufsgruppen, die ihre Arbeit hauptsächlich im Stehen oder Sitzen verrichten, müssen in der Freizeit für ausreichend Bewegung sorgen. Anderenfalls führt die anhaltende Belastung fast unweigerlich zu Venenleiden. Wer hingegen über eine starke Muskulatur verfügt, kann den Rückstau des Blutes und die darauf folgende Erweiterung der Blutgefäße wirksam vermeiden. Denn trainierte Muskeln sorgen gewissermaßen für eine gleichmäßige, innerliche Kompression – ähnlich Kompressionsstrümpfen.

Tipp: Sitzen und Stehen durch häufiges Aufstehen und Herumlaufen aufzulockern ist zusätzlich vorbeugend. Lässt sich das nicht realisieren, kann unter dem Schreibtisch immer noch spezielle Venengymnastik für Entlastung sorgen.

Kompressionsstrümpfe gegen lästige Äderchen

KompressionsstrümpfeBei einer Neigung zu Besenreisern oder in Zeiten besonders starker Belastung helfen Kompressionsstrümpfe und -Strumpfhosen dabei, einen Rückstau des Blutes zu verhindern. Durch den gleichmäßigen, von außen wirkenden Druck, kann das Blut nicht gestaut werden, der Rückfluss wird verbessert. Dadurch minimiert sich das Risiko geweiterter Venen und Venolen.

Ausgewogen und in Maßen – Ernährung bei Besenreisern

Übergewicht kann die Blutgefäße und das gesamte Gewebe stark belasten. Zum einen, weil nicht nur die Schwerkraft auf ihnen wirkt, sondern auch noch zusätzliches Gewicht. Zum anderen, da Fettgewebe als Blockade wirkt, größere Blutgefäße abdrückt und so den Rückfluss erschweren kann. Eine schlanke Linie reduziert also das Risiko der Besenreiserbildung.

Neben maßvollen Mengen ist die Art der Ernährung entscheidend. Fehlen Vitamine, Minerale, Proteine und andere Nährstoffe leidet darunter die gesamte Gesundheit, wovon auch der Aufbau der Gefäße betroffen ist. Mangelerscheinungen können die Venen schwächen und so zur Erschlaffung und allen folgenden Entwicklungen führen. Ist die Ernährung ausgewogen und erhält der Körper ausreichend Flüssigkeit, wird die Arbeit der Venen erleichtert.

Genussmittel und Mode

Genussmittel, die insgesamt ungesund sind, wirken sich ebenfalls negativ auf Blutgefäße und die Entstehung von Besenreisern aus. Dazu zählen Nikotin und Alkohol. Werden diese in übermäßigen Mengen aufgenommen, schädigen sie Venen und führen zur Bildung von Ablagerungen. Zusätzlich schwächen Sie die Venenklappen. Der Konsum sollte daher zumindest eingeschränkt werden. Vor allem, wenn bereits eine Veranlagung besteht oder zusätzlich ein hormonelles Verhütungsmittel eingenommen wird.
Außer Genussmitteln kann auch die ungünstige Mode Besenreiser begünstigen. Hochhackige Schuhe erzeugen einen hohen Druck in den Beinen, dauerhaftes Tragen ist daher eine erhebliche Belastung. Müssen es schon hohe Schuhe sein, sollten diese bei jeder Gelegenheit gegen flache Sohlen oder Barfußlaufen eingetauscht werden.

Bitte bequem machen

Die Beine hochzulegen ist bequem und eine Wohltat für die Venen. Wirken Schwerkraft und Gewicht nicht mehr auf sie ein, kann das Blut leichter zurückfließen. Das gilt besonders, wenn die Beine etwas höher als der Körper liegen. Ein großes Kissen unter den Waden oder ein passend eingestelltes Fußende am Bett werden Ihre Venen Ihnen danken.

Wechselbäder und -duschen

Den Tag mit Wechselduschen zu beginnen ist nicht jedermanns Sache. Die schnellen Temperaturunterschiede bewirken jedoch ein Ausdehnen und Zusammenziehen der Blutgefäße – und das trainiert Venen und Arterien ganz gezielt. Vor allem Wechselduschen sollten aber nur langsam und allmählich gesteigert werden. Sind die Unterschiede zu hoch, belasten sie den Kreislauf. Anfangs also lieber zwischen warm und lauwarm wechseln und die Unterschiede graduell steigern.
Können Sie sich nicht dazu durchringen, das kalte Wasser aufzudrehen, versuchen Sie Wechselbäder der Beine. Das fällt oftmals leichter, ist aber ebenfalls wirkungsvoll.

 

Aktualität

Stand:19.08.2013

 

Quellen:

http://www.medclinicen.de/besenreiserentfernung-kosten.html

http://www.chirurgie-portal.de/haut-dermatologie/besenreiser-veroedung.html

http://www.kosmed-klinik.de/besenreiser.html

http://www.dermedis.de/hamburg-besenreiser_und_couperose-besenreiser_entfernung_in_hamburg.besenreiser-entfernung-im-hautfachzentrum-hamburg-neuer-wall.html

http://homoeopathie-liste.de/anwendungs-gebiete/besenreiser.htm

http://schuessler-salze-liste.de/anwendungs-gebiete/besenreiser.htm