Besenreiser – Unschön aber nicht gefährlich!

Besenreiser2Zwei von drei Menschen haben sie, jeder weiß, wie sie aussehen – nur die Wenigsten wissen aber auch, was Besenreiser eigentlich sind.

Bei Besenreisern handelt es sich um feinste Blutgefäße in der Oberfläche der Haut, die dauerhaft über das normale Maß geweitet, mit Blut gefüllt und daher sichtbar sind. Sie können vereinzelt als haarfeine Linien auftreten oder sich als Netz über größere Bereiche spannen. Für gewöhnlich erscheinen sie rot, blau, grünlich oder violett und erinnern in ihrer Form an verästelte Zweige.

Zuerst entstehen Besenreiser im Kniekehlen-Bereich

Typischerweise zeigen sich Besenreiser zunächst im Bereich der Kniekehlen und breiten sich von da ausgehend über das gesamte Bein aus. Der Grund hierfür ist in dem hohen Druck zu finden, der auf den Blutgefäßen der Beine lastet. Dieser erhöht sich noch, wenn Sie lange Zeit stehend oder sitzend verbringen. Die feinen Äderchen sind allerdings nicht auf die Beine beschränkt. Gesicht, Oberkörper, Arme und Füße – Besenreiser können am ganzen Körper auftreten. Hierbei spielen Veranlagung und Lebensweise große Rollen.

Veranlagung, hormonelle Umstellungen und ungesunde Lebensweise lassen Besenreiser entstehen

Die meisten Besenreiser entstehen trotz einer gesunden Lebensweise, bedingt durch eine genetische Veranlagung. Bei anderen sind Lebensart, hormonelle Umstellungen und ungesunde Angewohnheiten auslösende Ursachen. So sehr sich die Ursachen auch unterscheiden können, die Art der Entstehung ist in jedem Fall gleich.

Entstehung erblich bedingter Besenreiser

Ist eine Bindegewebsschwäche genetisch bedingt, verfügen zahlreiche Gewebe nicht über eine ausreichende Festigkeit. Darunter befinden sich auch die Venenwände und Venenklappen. Die erschlaffenden Blutgefäße und Klappen sind nicht in der Lage für einen durchgehenden Rückfluss des Blutes in den Körper zu sorgen – das Blut folgt der Schwerkraft und staut sich. Ist der Rückstau des Blutes ein Dauerzustand, weiten sich die Blutgefäße unwiderruflich aus. Die Wände der Venen und der feineren Venolen verändern sich in der Folge, sie werden dicker und sind weniger beweglich. Die an der Hautoberfläche liegenden Venolen sind im Normalfall mit bloßem Auge nicht erkennbar, werden durch diese Erweiterung und den Umbau der Wände jedoch gut sichtbar. Aus den ehemals unauffälligen Venolen sind auf diese Weise Besenreiser entstanden.

Besenreiserentstehung und Lebensweise

Besenreiser können auch dann auftreten, wenn keine genetische Veranlagung besteht. Das Prinzip gleicht sich jedoch. Können Venen und Venenklappen das Blut nicht mehr problemlos entgegen der Schwerkraft in den Körper zurücktransportieren, staut sich dieses und sorgt für einen dauerhaften Umbau der Venenwände. Daraufhin werden in vielen Fällen zunächst die kleinen, oberflächlichen Venolen in der Haut sichtbar. Im weiteren Verlauf sind Krampfadern möglich.

Außer der vererbten Schwäche des Bindegewebes kann der Rückstau des Blutes auch auf ständige Überlastungen der Gefäße zurückzuführen sein. Diese entstehen beispielsweise bei langem Stehen oder Sitzen und Übergewicht. Ein Mangel an Bewegung kann ebenfalls zur Erschlaffung und damit zu Besenreisern führen. So wie die Schwangerschaft, während der zusätzliches Gewicht und Hormone eine Belastung für die Blutgefäße darstellen. Mangelernährung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum gehören ebenfalls zu den Faktoren, die Besenreiser auslösen oder zumindest begünstigen können.

Auslösende Faktoren der Besenreiser im Überblick:

  • ZigarettenGenetische Veranlagung zur Bindegewebsschwäche
  • Stetiges Sitzen oder Stehen
  • Übergewicht
  • Zu wenig Bewegung
  • Mangelernährung und Unterversorgung
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholgenuss
  • Anti-Baby-Pille
  • Anhaltender, punktueller Druck auf Gefäße, wie beispielsweise durch das Übereinanderschlagen der Beine
  • Häufiges Tragen von Absatzschuhen

Weitere Informationen zu Ursachen und vorbeugenden Maßnahmen erhalten Sie unter dem Punkt Besenreiser – Behandeln & Vorbeugen.

Der Name “Besenreiser” deutet auf das Erscheinungsbild

Viele Besenreiser zeigen ein Bild verästelter, feiner Äderchen. Diese nehmen in kleinen Grüppchen meist eine grobe Dreiecksform ein und erinnern daher an einen Baum oder altertümlichen Reisig-Besen. Der Namensteil “Reiser” hat mit dem Verb “reißen” also nichts zu tun, wie zunächst vermutet werden könnte. Stattdessen stammt es von dem Wort “Reisig” ab und das bedeutet nichts anderes als “feine Zweige”. Genau genommen Zweige, die sich zur Herstellung eines Besens eignen würden.

 

http://www.venenzentrumleipzig.org/was-sind-besenreiser/

http://www.navigator-medizin.de/herz_gefaesse/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-gefaesserkrankungen/krampfadern/wissenswertes-zu-krampfadern/1699-was-sind-besenreiser.html

http://www.drbresser.de/behandlungsverfahren/besenreiser-entfernen-veroedung-laser/

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Erkrankungen/Besenreiser/Artikel/5162.php